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Mittwoch, 29. November 2006

Hervey Bay, Fraser Island

Der Bus nach Hervey Bay war ne Katastrophe! Der unbequemste Bus aller Zeiten und die Fahrt hat Ewigkeiten gedauert! Der Sonnenuntergang hat mich aber wieder sanft gestimmt. Der ist hier einfach traumhaft. Man kann sooo weit gucken und alles leicht rosa gefaerbt.Ausserdem gibt es hier so komisch Voegel, die aussehen wie Geier mit langen Schnaebeln. Muss noch rausfinden, wie die heissen. Die gehen mir bis zum Knie, sind also nicht gerade klein und sind auf jeder Tankstelle und jedem Rastplatz zu finden. Dort fressen sie dann aus Muelleimern und sind immer so in dreier Gruppen.
Im Bus gibt es immer Filme zu sehen. Meistens Walt Disney, was mich ganz besonders freut. Ganz lustig, dass im Bus voller Jugendlichen immer Kinderfilme gezeigt werden.

In Hervey Bay sah das Hostel schon im dunkeln ziemlich cool aus und das war es auch. Abgesehen, dass man am Boden immer nach Kakerlaken und Krebsen ausschau halten muss und von den Daechern riesige Fledermaeuse haengen. Die sind riesig und es soooo viele! Der ganze Himmel ist gegen Abend voll damit. Ziemlich gruselig.

Meine Flip Flops sind inzwischen uebrigens fast durch. Dadurch, dass ich sie auch mit meinem Rucksack trage, sprich zusaetzliche 28kg mit allem drum und dran, ist mein Fussabdruck ganz deutlich zu sehen. Naja, will mir ihnehin neue kaufen.

Am Samstag bin ich aufgewacht und habe ins Bett nebenan geguckt, ws noch leer war, als ich ins Bett ging. Es lag ein Typ drin, dem Zeige-und Mittelfinger an der linken Hand fehlten und als ich weiter runter guckte waren Boxershorts sooooo ungluecklich verrutscht, dass mir beinahe schlecht geworden waere! Seid dem ist mein erster Gedanke morgen: "Ist noch alles bedeckt?" Ok, mein halber Hintern ist immer zu sehen, weil meine Schlafanzughose ja durch ist, aber bei der Hitze ist es naemlich unmoeglich mit Decke zu schlafen und meine Hose trage ich einfach weiterhin. Die Waschmaschienen machen einfach alles kapput!

Nachmittags gab es ein Briefing fuer die Fraser Island camping, selfdrive Tour (Fraser Island: Die groesste Sandinsel der Welt) und wer war in meiner Gruppe? Das Londoner Monster vom Morgen. Davon, dass er Nachts auch noch nen ganzen Regenwald abholzte mal abgesehen. Natuerlich stellte er sich als super nett heraus, genauso wie der Rest meiner Gruppe. Es waren 3 Kanadier, 5 Englaender, Liz und ich.

Am Sonntag sind wir dann um 5:30Uhr losgetiegert, um unsere Jeeps zu packen. Essen, Zelte, Kocher, Schlafsaecke... Der Wagen war bis obenhin voll und obendrein noch 10 Personen. Mein Gepaeck bestand also nur aus Bikini, 1Short, 1Top, Flip Flops, Zahnbuerste, Zahnpasta, Deo, Kamera, Handtuch und Sonnencreme. Das fuer 3 Tage! Ausser unserem Jeep waren noch 2 andere mit uns unterwegs. Kaum waren wir mit der Faehre auf der Insel haben wir die aber verloren.

Das Fahren auf dem Sand war super lustig und gute Musik hatten wir auch die ganze Zeit. Der erste Stop war Lake MCKenzie:
http://www.backpackingqueensland.com.au/v2/assets/uploads/4_Lake-Mckenzie-fraser-isla.jpg
Es sah wirklich so aus. Im Meer konnte man wegen Haien nicht schwimmen, aber die ganzen traumhaften Seen und Fluesse auf der Insel haben die Hitze und den Sand ertraeglich gemacht. Gezeltet haben wir direkt am Strand und es gibt nichts schlimmeres, als im Schlafsack, ohne Isomatte oder Kopfkissen zu schlafen. Ich hatte das Gefuehl, mein Gesicht laege auf Schmirgelpapier. Sand war ueberall!!! Ueberall!!! Schweiss und Sand beschreiben den Trip wohl am besten. Keine Toiletten, Dusche schon gar nicht, limnitiertes Wasser und Kochen war mehr als provisorisch. Trotzdem war es soooo cool. Vorallem das Fahren am Strand oder im Inland auf den uebelst buckeligen "Strassen" im tiefen Sand. Stecken geblieben sind wir kaum und wenn, dann bin nicht ich gefahren. Einfach Heckklappe auf, alle raus und schieben. Wenn das dann in der prallen Sonne passiert, ist man nicht gerade hoch erfreut. :) War aber lustig!

Am Indian Head haben wir Rochen und riesige Wasserschildkroeten gesehen, Eli Creek war ein Fluss, den man hoch laufen konnte, um sich dann im Wasser runter treiben zu lassen (Sehr cool wenn ueber einem die Eukalyptus-, Hibiskusbaeume und Palmen vorbei ziehen) und am Lake Wabby haben wir uns riesige Sandduenen runter gekugelt.
Alles schmeckte nach Sand, alles. Das Geschirr war ja auch nicht richtig sauber zu bekommen, also hatte mein ein dauerhaftes knirschen auf der Haut und zwischen den Zaehnen.

Dachte die Dusche waere am besten nach diesem Trip, wenn die aber nur semisauber ist, ist das nicht das ganze grosse Highlight. Mehr habe ich mich ueber ein weiches Bett gefreut, der blanke Boden beimn Zelten war naemlich ziemlich hart. Ausserdem sind wir jeden Tag um 5:30Uhr aufgestanden. Wir mussten die Gezeiten nutzen, uim am Strand entlang fahren zu koennen und ausserdem wird es hier si gegen 18Uhr dunkel, so dass man den Tag frueh beginnen muss, um etwas von ihm zu haben. Beim Camping hat man ja auch kein richtiges Licht. Das hat das ganze dann Abends auch immer ein bischen gruselig gemacht. Dingos waren ja auch ueberall:
http://images.search.yahoo.com/search/images/view?back=http%3A%2F%2Fimages.search.yahoo.com%2Fsearch%2Fimages%3Fei%3DUTF-8%26fr%3Dslv8-yphoto%26p%3Ddingo%26fr2%3Dtab-web&w=336&h=500&imgurl=www.2docstock.com%2Fgalleries%2FGallery%2520A%2520-Animals%2520%26%2520Nature%2Fimages%2FDINGO.jpg&rurl=http%3A%2F%2Fwww.2docstock.com%2Fgalleries%2FGallery%2520A%2520-Animals%2520%26%2520Nature%2Fpages%2FDINGO.htm&size=22.2kB&name=DINGO.jpg&p=dingo&type=jpeg&no=15&tt=74,479&oid=5d885d7bbb01ffa2&ei=UTF-8
und die klauen auch alles. Einige habe am Strand geschlafen und haben ihre Klammotten am naechsten Morgen ueberall verteilt wieder gefunden. Liz und ich haben lieber im Zelt geschlafen, auch wenn wir am naechsten Morgen gegrillt waren.
Alles im allem ein sehr sehr geiler Trip.

Sind jetzt in Rainbow Beach. Ganz cooles Hostel, haben aber noch nicht viel gesehen. Es ist aber soooo heiss! Habe ich das schon erwaehnt ;)

Hab Euch lieb,
*Lisa*

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