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Samstag, 7. Oktober 2006

Freitagabend

Mittwochabend haben wir uebrigens, weil man hier ja innerhalb der Woche nicht gross weggehen kann mit Karten einige Saufspiele gespielt. Vom Meyern konnte ich sie leider nicht so ueberzeugen, aber auch so war es sehr lustig.
Donnerstag waren wir tagsueber in Parnell, eine der chickeren Gegenden Aucklands. Im endeffekt ist es nur eine Strasse, die voll mit netten Boutiquen und Cafes ist. Ganz niedlich. Wir haben nur was Getrunken, sind ein wenig durch die Gegend gelaufen und dann wieder in die Stadt zurueck gefahren. Ich vermisse mein Auto! Es dauert einfach alles Ewigkeiten und einkaufen ist auch eine Katastrophe!
Gestern habe ich ja zum ersten Mal Abends gearbeitet. Den ganzen Tag durchgehend! War echt lustig! Der Manager am Abend ist entweder Schwul oder der metrosexuellste Mensch auf der Welt! Er spitzt immer seine Lippen ein wenig und zieht dann seine Augenbrauen so hoch. Anscheinend findet er sich dann besonders huebsch. Das Arbeiten macht mit ihm auf jeden Fall richtig spass, weil er nur darauf aus ist so schnell wie moeglich Feierabend machen zu koennen, um dann durch die Bars zu ziehen. Ich hatte gestern vor ihm Schluss und habe mich dann noch zu seinen Freunden gesetzt, um auf Liz und die anderen zu warten. Uday (so heisst mein Manager) hat dann angefangen mir Getraenke zu bringen oder hat mich an die Bar gezogen, um mit ihm Kurze zu trinken. Ich hasse Schnaps! Kurze sind hier uebrigens unglaublich teuer (11$). Aber kann mir im Imperial ja egal sein. Liz hat mich dann irgendwann abgeholt, weil die ja schon im Hostel vorgeglueht hatten. Im endeffekt kam keiner ausser Liz rein, weil sie nicht entsprechend angezogen waren. Wir haben uns dann spaeter mit denen getroffen. Jaja, habe ja gesagt, dass ich in nem chicken Laden arbeite ;) Cha,pagner und Backpacker verstehen sich eben nicht so gut. Leider! Wie gesagt, tendenziell alles Oeko und Filzhaare. Ich fuehle mich Abends beim weggehen immer ein wenig underdressed, weil ich nicht so viel dabei habe, aber es scheint ja zu reichen. Was mir fehlt ist eine riesige Diorbrille. Die ist hier Pflicht. Die Maedels laufen im Restaurant sogar ins Bad damit. Meiner Meinung ne Nummer zu viel. Die meisten sehen ohnehin aus, wie Paris Hilton fuer Arme.
Inzwischen habe ich mich uebrigens daran gewoehnt, dass die Autos von der falschen Seite kommen. Immer schoen brav ueber die rechte Schulter gucken, wenn man ueber die Strasse geht. Die erste Woche wurde ich echt oft beinahe umgenietet. Vorallem abends auf dem Rueckweg von den Bars. Auch gewoehnt man sich an das eigentlich immer zu schlecht abgewaschene Besteck. Ich halte es immer einmal kurz unter das kochende Wasser und das muss dann reichen. Wenn ich mit Herpes zurueck komme, dann wisst ihr warum. Andere laufe hier sogar barfuss. Auch im Bad und so. Uuuaaah! Das mache ich allerdings nicht. Dem Duschvorhang, der Anfangs noch mein Feind war, ist aber inzwischen auch nicht mehr soooo schlimm. Solange man ihn oben anfaesst geht das. Ueberhaupt wueder ich dagen, dass sich meine Neurosen verringern oder zumindest auf bestimmte Bereiche reduzieren. Im Zimmer zum Beispiel, erkennt man schon beim reinkommen, wo Liz ist und wo ich bin. Liz hat ein Chaos! Unglaublich. Mich wuerde es nicht wundern, wenn es da irgendwann mal anfaengt zu fiepen unterm Bett (Maeuse oder so), wobei es eigentlich nicht dreckig, sondern nur unordentlich ist. Ich habe angefangen mich einfach im Zimmer auszubreiten und zu warten, bis sich jemand beschwert. Mir gehoert jaetzt schon die Haelfte des Regals ;) Freu! Eine Raritaet! Die Taiwanerinnen laecheln weiterhin freundlich, also warum nicht. Die Schwedin (Bea)in unserem Zimmer ist sehr nett. Sie kam mit einem klitze kleinem Koffer und hat sich jetzt gerade einen Neuen gekauft, weil ihr auch nach 2 Monaten ihre Kleidung auf den Geist ging, sodass sie powershoppen war. Aber richtig! Sie hat gar nicht mehr aufgehoert neue Tueten anzuschleppen.
Heute habe ich bis 13:30Uhr geschlafen, weil wir erst um 7Uhr im Bett waren. Ich wollte eigentlich um 4:30Uhr los, aber dann habe wir einen der Barkeeper aus dem Imperial getroffen, sodass wir noch auf ein Paar drinks geblieben sind. Die waren glaube ich schlecht. Zumindest hatte ich heute keine grosse Lust irgendetwas grossartiges zu unternehmen und weil Liz arbeiten musste, habe ich einen oeffentlichen Bus genommen und bin wie die Tuerken in Heimfeld einmal im Kreis gefahren und habe mir mit Musik in den Ohren Auckland angeschaut. Eigentlich ziemlich assig, aber ich habe mich gelangweilt und wollte aber auch nichts grosses machen. Doof ist nur, dass mir beim Autofahren ohnehin schon immer schlecht wird und nach so einer Nacht das nicht gerade die empfehlenswerteste Aktivitaet ist. Und dann eben noch diese klapprigen Busse! Alles wackelt und quietscht! Im uebrigen habe ich das Gefuehl Auckland inzwischen zu kennen. Ich muss nur noch zur Mission Bay, aber das will ich mir fuer ein sonniges Wochenende aufheben. Kanns gar nicht erwarten, wann die Bustour endlich los geht.
Heuteabend werde ich mixch gemuetlich ins Bett legen und lesen, weil ich morgen eh arbeiten muss und viel zu muede bin, um anstaendig weg zu gehen. Ich hasse es, muede zu sein. Ich langweile mich selber!

Ich bitte uebrigens meine Rechtschreibung zu entschuldigen, aber wenn ich im Internetcafe sitze habe ich nicht genuegend Zeit und haemmere nur auf den Tasten herum ,die auch noch vollkommen anders angeordnet sind und zur haelfte mit Asiatischen Zeichen ueberseht sind.

Hab Euch lieb,
*Lisa*

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